1. Allgemeine Ziele und Grundsätze

(1) Die Freie Waldorfschule Lörrach wurde von Eltern und Lehrern gegründet, um einen Unterricht zu ermöglichen, der jedem einzelnen Schüler die Entwicklungsmöglichkeiten gibt, die er für sein eigenes Reifen und Wachstum benötigt. Dabei sollen Lehrer, Eltern und Schüler [1] ihren Teil dazu beitragen, dass der Unterricht unter bestmöglichen Bedingungen stattfinden kann und dass alle sich an der Schule ernst genommen fühlen können.

(2) Aufgabe der Lehrer ist es, einen an den Zielen und Ansprüchen der Menschenkunde Rudolf Steiners orientierten Unterricht zu gestalten.

(3) Bei den Schülern wächst mit steigendem Lebensalter das Bewusstsein für das Verhalten und für die Auswirkungen des eigenen Handelns. In diesem Sinne darf bei älteren Schülern mehr Einsicht und Verantwortlichkeit erwartet werden.

 

2. Zweck der Ordnung

(1) Eine Schule braucht für das soziale Zusammenleben Regeln und Absprachen. Sie finden ihren Sinn darin, dass der Unterrichtsablauf sicher­gestellt wird und dass die Achtung und die gegenseitige Wertschätzung als gemeinsame Grundlage im Schulalltag Gewähr leistet bleiben.

(2) Es ist die Aufgabe aller, sich für eine solche Atmosphäre in der Schule einzusetzen. Im Schulalltag ist es die besondere Aufgabe der Lehrer, die Einhaltung der im Folgenden aufge­führten Regeln sicherzustellen und durchzusetzen. Im Zweifelsfall entscheiden sie im Sinne der allgemeinen Ziele und Grundsätze dieser Schulordnung.

 

3. Geltungsbereich

(1) Die Schulordnung gilt für das Schulgelände sowie für angekündigte Schulveranstaltungen.

(2) Das Schulgelände umfasst die Schulgebäude, den Schulhof mit seinen Pausenflächen und den Schulgarten.

(3) Der Schulbetrieb erstreckt sich in der Regel über die Zeit von morgens 7.30 Uhr bis nach­mittags ca. 16 Uhr. Während dieser Zeit haben sich die Schüler im Schulgelände aufzu­halten.

 

4. Unterrichtsbesuch

(1) Ein geordneter Unterricht ist darauf angewiesen, dass Lehrer wie Schüler pünktlich zum Unterricht erscheinen. Die Schüler sollen deshalb nach Ankunft der Züge und Busse direkt das Schulgebäude bzw. ihre Unterrichtsräume aufsuchen. Alle Schüler sind verpflichtet, den Unterricht und alle verbindlichen schulischen Veranstaltungen pünktlich und regelmäßig zu besuchen.

(2) Falls kein Lehrer (regulär bzw. zu Vertretungen) zum Unterricht kommt, bleiben die Schüler in der Klasse. Nach 10 Minuten meldet ein Schüler das Fehlen im Schulbüro (bzw. im Lehrerzimmer), wo Weiteres entschieden wird.

 

5. Verhinderung

(1) Bei Krankheit ist eine Mitteilung an das Schulbüro bis spätestens 07:30 Uhr des selben Tages per Telefon oder Mail zu erbringen. Wenn feststeht, dass die Krankheit länger dauert, kann bereits eine Endschuldigung für den Zeitraum vorgenommen werden. Bei Schulversäumnissen wie Zuspätkommen aus sonstigen Gründen besteht erst Mal die Erklärungspflicht beim Klassenlehrer bzw. bei Epochen­lehrer des Hauptunterrichts (Oberstufe) unter Angabe des Grundes. Die Entschuldigung ist am selben Tage bis 9.30 Uhr fernmündlich oder schriftlich der Schule zu übermitteln. Im Falle fernmündlicher Mitteilung ist die schriftliche Nachricht nachzureichen.

(2) Geht es einem Schüler im Lauf des Vormittags so schlecht, dass er den Unterricht nicht weiter besuchen kann, so muss er sich bei dem Lehrer abmelden, der die folgende Stunde unterrichtet. Ebenso ist das Formular „Vorzeitiges Verlassen des Unterrichts durch Krankheit“ vom betreffenden Lehrerkollegen auszufüllen und zu unterschreiben. Der Schüler ist verpflichtet, sich im Schulbüro abzumelden respektive dort das Formular abzugeben. Das Schulbüro informiert dann bei minderjährigen Schülern die Erziehungsberechtigten.

 

6. Beurlaubung

(1) Beurlaubungen werden auf rechtzeitigen schriftlichen Antrag von der jeweiligen Stufenkonferenz ausgesprochen. Alle Schulveranstaltungen sind in dieser Beziehung dem Unterricht gleichgestellt. Anträge für mehrtägige Beurlaubungen müssen mindestens 14 Tage vor dem Beurlaubungstermin der jeweiligen Stufenkonferenz vorliegen.

(2) Beurlaubungen bis zu drei Tagen können direkt beim Klassenlehrer bzw. beim Klassen­betreuer beantragt und von diesem entschieden werden.

(3) Beurlaubungen vor und nach Schulferien und für so genannte Brückentage sind in der Regel nicht möglich. Über begründete Ausnahmen entscheidet die jeweilige Stufenkonferenz, sofern ein Antrag mindestens vier Wochen vorher gestellt wird.

 

7. Unterricht und Pausen

(1) Unterrichtszeiten: Hauptunterricht            7.45 -   9.25 Uhr          Um 7.40 Uhr klingelt es

                                 1. Fachstunde                9.45 - 10.30 Uhr          zum ersten Mal, damit

                                 2. Fachstunde              10.35 - 11.20 Uhr          alle Schüler pünktlich

                                 3. Fachstunde              11.25 - 12.05 Uhr          zum Stundenbeginn in

                                 4. Fachstunde              12.10 - 12.55 Uhr          der Klasse sein können.

                                 5. Fachstunde              13.00 - 13.45 Uhr

                                 6. Fachstunde              13.50 - 14.35 Uhr

                                 7. Fachstunde              14.40 - 15.25 Uhr

                                 8. Fachstunde              15.30 - 16.15 Uhr

                                 9. Fachstunde              16.20 - 17.05 Uhr

 

 

(2) Die große Pause nach dem Hauptunterricht und die Mittagspause dienen dem friedlichen sozialen Umgang miteinander, der Erholung, kleineren Mahlzeiten und dem Spiel. Um dies den Schülern zu sichern, gehen alle Schüler in dieser Zeit auf den Schulhof. Ausnahmen müssen mit dem Klassenlehrer bzw. -betreuer oder dem Fachlehrer abgesprochen werden.

(3) In der großen Pause führen Lehrer Aufsicht, die sich außerhalb des Schulgebäudes auf dem Schulhof aufhalten. Sie schreiten ggf. bei Konflikten ein und tragen ihren Teil dazu bei, dass die Pause möglichst für alle ihren Erholungswert behält.

(4) Pausenspiele dürfen niemanden gefährden. Basketball und Tischtennis sind deshalb auf aus­gewiesene Flächen zu begrenzen. Skateboards, Inline- und Roller-Skates sowie ähnliche Geräte und andere Ballspiele sind während des Schulbetriebes auf dem Schulgelände nicht erlaubt.

(5) Fahrräder, Mofas und andere Krafträder dürfen auf dem Schulgelände nicht fahren. Sie werden auf ihre Abstellplätze geschoben; diese sind kein Aufenthaltsbereich in den Pausen.

(6) Bei unzumutbaren Wetterverhältnissen entscheidet ein beauftragter Lehrer über einen evtl. Pausenaufenthalt im Schulgebäude.

(7) Das Werfen mit Schneebällen, Nüssen und anderen gefährlichen Gegenständen ist untersagt.

 

8. Besondere Bereiche

(1) Schulgebäude und Inventar sowie die Außenanlagen sind der pfleglichen Behandlung aller anvertraut.

(2) Schülertoiletten dürfen nicht als Aufenthalts- oder Spielflächen genutzt werden.

(3) In der Sporthalle ist wegen der Verletzungsgefahr sowie wegen der zu schützenden Ein­richtung besondere Vorsicht geboten. Deshalb sind die Anweisungen der Sportlehrer strikt zu beachten. Ohne Aufsicht darf dort weder geturnt noch gespielt werden.

(4) Dasselbe gilt sinngemäß für Werkstätten und Fachräume. Maschinen und sonstige tech­nische Einrichtungen bzw. Geräte (z.B. in Physik, Chemie, Technologie, Handarbeit) dürfen nur unter Anleitung der Fachlehrer benutzt werden.

 

9. Gesundheit

(1) Die Gesundheitsfürsorge hat in der Schule eine besondere Bedeutung. Rauchen, Trinken von Alkohol sowie der Konsum anderer Drogen wie Haschisch u.ä. können die Gesundheit erheblich gefährden. Lehrer und ältere Schüler sind die Vorbilder für die jüngeren Schüler und haben hier eine besondere Verantwortung. Deshalb ist das Rauchen, der Konsum von Alkohol, beruhi­genden oder aufputschenden Mitteln und Drogen auf dem Schulgelände verboten.

(2) Elektronische Tonträger wie CD-Player, Kassettenrekorder, Radios oder Mobiltelefone sowie elektronische Spielgeräte (Laserlampen u.ä.) erschweren häufig den Kontakt unterein­ander und stören bei der Konzentration auf die wesentlichen Inhalte des Schulgeschehens. Außerhalb besonderer, zuvor mit Lehrern verabredeter Anlässe dürfen sie deswegen in der Schule nicht benutzt werden.

 

10. Verlassen des Schulgeländes

(1) Unsere Schule versteht sich als Teil der Stadt Lörrach und insbesondere des Ortsteils Stetten und wünscht sich ein verständnisvolles Verhältnis zu allen Nachbarn, die durch den Schulbetrieb ohnehin besondere Belastungen zu ertragen haben. Um so wichtiger ist es für Lehrer, Eltern und Schüler, im Umgang mit unseren Nachbarn und Passanten sowie in den Geschäften und Betrieben am Ort auf Höflichkeit zu achten, die Privatsphäre der Nachbarn nicht zu verletzen und Abfall zu vermeiden.

(2) Das Schulgelände darf von den Schülern während der Unterrichtszeiten nicht verlassen werden. Individuelle Ausnahmen bedürfen der Genehmigung eines Lehrers.

(3) Schüler ab Klasse 9 dürfen in den Freistunden das Schulgelände verlassen, sofern die Eltern ihr Einverständnis geben (siehe gesonderte Vereinbarung).

(4) Schüler ab 18 Jahren dürfen in den Pausen das Schulgelände verlassen.

 

11. Brandschutzordnung

Mitarbeiter, Eltern und Schüler sind verpflichtet, die Brandschutzordnung zur Kenntnis zu nehmen und sich im Brandfalle danach zu richten.

 

12. Weisungen der Lehrer und Mitarbeiter

(1) Regeln sind nur sinnvoll, wenn auf ihre Einhaltung geachtet wird. Lehrer sorgen im Alltag durch Hinweise und Anweisungen für diese Verbindlichkeit. Regeln können nicht in jeder Situation neu diskutiert werden. Deswegen ist den freundlichen Hinweisen und ernsten Anweisungen der Lehrer und Mitarbeiter grundsätzlich und ohne Verzögerung Folge zu leisten.

(2) Beschwerden, Widerspruch oder Vorschläge zur Verbesserung der jeweiligen Anordnung können später schriftlich an die Leitung der Pädagogischen Konferenz gerichtet werden.

 

13. Maßnahmen bei Verstößen

(1) Bei Verstößen gegen die Regeln dieser Ordnung kommen folgende Maßnahmen in Betracht:

1. Ermahnung und Nachricht dazu an den Klassenlehrer /-betreuer

2. Formelle Benachrichtigung der Eltern

3. Gespräch Schüler, Eltern, Kollegiumsmitglieder (ggf. mit schriftlichem Verweis und/oder Vereinbarung besonderer pädagogischer Maßnahmen)

4. Unterrichtsausschluss bis zu 3 Tagen

(2) Bei schweren Verstößen gegen die Schulordnung, die zur Beeinträchtigung des allgemei­nen Schulablaufes führen, kann sofort die Maß­nahme unter 3. eingeleitet werden. Bei wiederholten Konflikten, die einen Unterrichtsausschluss nach sich ziehen können, wird das Kollegium über weitergehende Maßnahmen beraten, die bis zum Schulausschluss führen können. Der Vertrauenskreis ist dann einzubeziehen.

 

Bei nachfolgend aufgeführten Vergehen kann - im Wiederholungsfall - ein Schulausschlussverfahren eingeleitet werden:

-       Fernbleiben vom Unterricht ohne schriftliche Entschuldigung

-       Verweigerung der Mitarbeit im Unterricht

-       Vernachlässigung der Hausaufgaben

-       Rauchen bzw. Drogenkonsum auf dem Schulgelände

-       Sachbeschädigung

-       Übergriffe auf Mitarbeiter der Schule oder Mitschüler

-       Unerlaubtes Verlassen des Schulgeländes während der Unterrichtszeit

-       Unpünktliches Erscheinen im Unterricht

-       Ein Schüler erweist sich in seinem Verhalten als nicht führbar.

 

Bei massiven Vergehen kann auch nach einem einzelnen Vorfall ein Schulausschluss verfügt werden. Um die Ursachen des Fehlverhaltens zu klären, werden nachfolgend aufgeführte Schritte eingeleitet:

a) Zunächst muss der Klassenlehrer/-betreuer über das Vergehen informiert werden.

b) Es wird ein Gespräch mit dem Schüler und dessen Erziehungsberechtigten (EZB) geführt.   

Es kann eine neutrale Vertrauensperson hinzugezogen werden.

c) Der Klassenlehrer /-betreuer hält Rücksprache mit dem Klassenkollegium über das weitere Vorgehen. Es wird geklärt, welche Auflagen und damit verbundenen Fristen dem Schüler gemacht werden.

d) Wird ein Schulausschluss erwogen, so ist dies dem Schüler und den EZB mitzuteilen. Dies muss in einem Protokoll schriftlich festgehalten werden.

 

Ausschlussverfahren

Ob schließlich ein Schüler von der Schule ausgeschlossen wird, entscheidet rechtsgültig die jeweilige Stufenkonferenz.

Dauer des Ausschlusses: 3 Schultage

(in Mittelstufenklassen können auch weniger Tage vereinbart werden)

Im Wiederholungsfall 5, bei weiteren Vergehen 10 Schultage

Ein Schulausschlussverfahren endet in der Regel mit dem Schuljahr. Die Pädagogische Konferenz behält sich jedoch vor, ein Verfahren auch im folgenden Schuljahr weiterzuführen.

a) Alle Beteiligten sind nach der Entscheidung über den Schulausschluss zu benachrichtigen,

- zunächst telefonisch,

- dann in schriftlicher Form. Den EZB wird die Möglichkeit zu einer Aussprache geboten.

b) Der Schulausschluss wird vollzogen.

Bei weiteren Vergehen kann die Auflösung des Schulvertrages erfolgen.

Bei schweren Vergehen kann dies unverzüglich, ohne Vorankündigung, erfolgen.

 

14. Schlussbestimmungen

(1) Diese Ordnung ist Bestandteil des Schulvertrages. Sie ersetzt die bisherigen Teilregelungen.

(2) Ergänzungen und Klarstellungen werden vom Kollegium beschlossen und in den Schul­mitteilungen bekannt gegeben. Vorstand und Eltern-Lehrer-Kreis sind in die Beratung einzu­beziehen.

 

Lörrach, den 08. Oktober 2019                                                 

 

 

Stefanie Mutz, OSK-Leitung

Valérie Ralle, Geschäftsführung

 

 

 

Maßnahmenkatalog

(Anlage zur Schulordnung)

 

1. Vorgehensweise bei Verspätung, nicht gemachten Hausaufgaben u. Störungen in den Kl. 9-12

 

1a. Unentschuldigtes Verspäten:

Beim 2. Klassenbucheintrag: Schüler wird auf das Verfahren hingewiesen

Beim 3. Klassenbucheintrag: Betreuer sendet Brief an die Eltern

 

1b. Stören des Unterrichts, keine Hausaufgaben: (wird vom Fachlehrer fachgebunden behandelt)

Beim 2. Klassenbucheintrag wird auf das Verfahren hingewiesen – Fachlehrer

Beim 3. Klassenbucheintrag erstellt der Fachlehrern den Elternbrief je eine Kopie an eigene Unterlagen/Schulbüro/Betreuer, das Original ans Büro

Kommen zwei Briefe innerhalb eines Schulhalbjahres zusammen, lädt der Klassenbetreuer den Schüler, evtl. Eltern und Fachlehrer zum Gespräch: Hier wird der Schüler auf die Folgen eines 3. Briefes hingewiesen.

Einladungsbrief und Protokoll in Kopien für Oberstufenkonferenz, Fachlehrer und Büro, Original zum Büro.

Steht der 3. Brief an, wird ein 3-tägiger Schulausschluss ausgesprochen, ein Gespräch ist nicht mehr notwendig.

Steht der 4. Brief an, wird in einem Gespräch ein 5-tägiger Schulausschluss ausgesprochen.

Steht der 5. Brief an, wird in einem Gespräch ein 10-tägiger Schulausschluss ausgesprochen.

Steht der 6. Brief an, wird der Schulvertrag gekündigt, die Eltern erhalten die Möglichkeit einer Stellungnahme.

Schulausschlüsse sind von der OSK zu beschließen.

jeweils: Serienbriefe, Einladungsbriefe und Protokolle im Original an das Büro, Kopien für Fachlehrer, Betreuer und Oberstufenkonferenz.

Gibt ein Schüler am Ende der Epoche kein Epochenheft ab, gibt es unmittelbar einen Brief an die Eltern, bzw. der Schüler wird brieflich auf die Wochenfrist hingewiesen, innerhalb derer das Epochenheft nachzuliefern ist. Nach dieser Frist zählt der Brief als ein Maßnahmen-, Serienbrief. Original an das Büro, Kopien für Fachlehrer, Betreuer und Oberstufenkonferenz.

Nach ½ Schuljahr (Fastnacht) beginnt die Zählung der Klassenbucheinträge und Briefe neu, Ausschlüsse bleiben im Verfahren.

 

1c. Unentschuldigtes / unerlaubtes Fernbleiben vom Unterricht

Unentschuldigtes / unerlaubtes Verlassen des Schulgeländes während der Unterrichtszeit, bis Klasse 10,

1. Klassenbucheintrag: Klassenbetreuer weist Schüler und (tel.) Eltern auf Schulordnung/ Verfahren hin.

2. Klassenbucheintrag: der Klassenbetreuer informiert Eltern und Schüler schriftlich darüber, dass mit dem 3. Klassenbucheintrag ein dreitägiger Schulausschluss und die Attestpflicht verbunden sind. Ein Gespräch wird angeboten.

3. Klassenbucheintrag: der 3-tägige Schulausschluss und die Attestpflicht werden in der OSK beschlossen und den Eltern schriftlich mitgeteilt.

 

18-jährige Schüler können sich selber entschuldigen. Entsteht der Eindruck, dass dies ausgenutzt wird, kann die OSK eine Attestpflicht aussprechen.

 

4. In den zwei letzten Schulwochen vor den Sommerferien (10 Unterrichtstage) werden diesbezügliche Einträge in das Klassenbuch und gegebenenfalls ein fälliger Schulausschluss in das kommende Schuljahr mit hinüber genommen und dort mitgezählt. Dieses gilt auch für das Fehlen an den Projekttagen am Ende des Schuljahres.

 

1d. Wird die Attestpflicht nicht eingehalten in den Klassen 9–12:

Beim 1. Klassenbucheintrag: Brief an die Eltern mit einem eindeutigen Hinweis auf den mehrtägigen Schulausschluss, der nach Stand des Verfahrens drei, 5 oder 10 Tage umfassen kann.

Beim 2. Klassenbucheintrag: Der mehrtägige Schulausschluss wird in der OSK beschlossen und schriftlich mitgeteilt.

 

1e. Gravierende Beleidigungen, Tätlichkeiten gegenüber Lehrkräften und anderen.

Bei massiven Vergehen kann auch direkt nach einem einzelnen Vorfall ein Schulausschluss verfügt werden. Nach Rücksprache des betroffenen Lehrers mit dem Verwaltungsrat kann einem Schüler ein sofortiger Schulausschluss ausgesprochen werden. Die Länge desselben richtet sich nach der Schwere des Vorfalls.

 

2. Mobiltelefon – Missbrauch

Es versteht sich von selbst, dass der Gebrauch eines Mobiltelefons während der Schulzeit eine erhebliche Störung der Schulabläufe darstellt. Daher ist grundsätzlich der Gebrauch des Mobiltelefons während der Schulzeit verboten, was sich auch auf Anrufe der Eltern o.a. während des Unterrichts bezieht.

a) Fällt ein Mobiltelefon störend auf (nicht ausgeschaltet, nicht verstaut, klingeln etc.), folgt zusätzlich zur Ermahnung und dem Verstauen des auszuschaltenden Mobiltelefons ein Eintrag in das Klassenbuch.

b) Wird Missbrauch mit dem Mobiltelefon getrieben (telefonieren oder anderes während des Unterrichtes), wird das Mobiltelefon zusätzlich zum Eintrag in das Klassenbuch für den gesamten Schultag des Schülers eingezogen. Es wird dann im Lehrerzimmer deponiert und wird dem betroffenen Schüler auf dessen Nachfrage am Ende seines Schultages vom letzten ihn unterrichtenden Lehrer ausgehändigt.

c) Wird mit einem Mobiltelefon in dem Sinne Missbrauch betrieben, dass Ton und/oder Filmaufnahmen (von Lehrern und Mitschülern) damit gemacht werden, stellt dies einen massiven Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des/der Betroffenen dar. Da zudem ein weitergehender Missbrauch dieser Aufnahmen (Veröffentlichung im Internet etc.) nicht auszuschließen ist, müssen die Aufnahmen in Gegenwart eines kompetenten Zeugen umgehend gelöscht werden. Erst nach der Löschung dieser Aufnahmen kann die Rückgabe des Mobiltelefons, auch erst nach mehreren Tagen, erfolgen.

 

                        Verabschiedet von der Schulleitungskonferenz 23.04.2009

 

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