Waldorfabschluss

 

In der 12. Klasse, wenn die Schüler ihren Waldorfabschluss machen, reflektieren sie über all das, was sie seit der ersten Klasse in den
Epochen erlernt haben.

Dabei soll der große Bogen gespannt werden und Zusammenhänge
von der Unterstufe bis zur Oberstufe erkannt werden.

Nun wird deutlich wie z.B. die "sinnige Geschichte" aus der ersten Klasse 
– wo Steine, Pflanzen und Tiere als beseelte, lebendige, menschlich empfindende Wesen vorkommen – später in der Mittelstufe als Tier-
und Pflanzenkunde mit neuer Perspektive betrachtet wird und schließlich beim Mikroskopieren in der Oberstufe wissenschaftlich erfasst wird.
Alles baut aufeinander auf: vom Großen zum Kleinen, vom Ganzen zu
den Einzelteilen.

Zu dem Waldorfabschluss zählt auch der Eurythmieabschluss,
der wiederum eine Zusammenfassung des Gelernten ist, sowie die Architekturfahrt, das Klassenspiel und die Jahresarbeit.

 

 

Eurythmieabschluss

 

Ein zentrales Unterrichtsfach unserer Schule ist die Eurythmie.
Dass unsere Schülerinnen und Schüler nach 12 Schuljahren mehr gelernt haben, zeigen sie auf Monatsfeiern und in der 12. Klasse. Ein wenig können Sie daran teilhaben, wenn Sie die nachfolgenden Bilder vom Abschluss der 12. Klassen anschauen.

Die Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die als reguläres Fach von der
1. bis zur 12. Klasse unterrichtet wird. Elemente aus der Sprache
und der Musik werden hierbei durch Bewegungsformen und Gliedmaßen-bewegungen von Einzelnen oder in Gruppen im Raum sichtbar gemacht.

 

 

Bedeutung der Jahresarbeit

 

Eine erfolgreich abgeschlossene Jahresarbeit ist eine Voraussetzung
für die Meldung zu MR und Abitur. Sollte zu den festgesetzten Abgabeterminen der praktischen und schriftlichen Jahresarbeit keine akzeptable Arbeit vorliegen, kann bei nachvollziehbaren Gründen
ein Nachprüfungstermin zwischen den Fastnachts- und Osterferien festgesetzt werden. Einen weiteren Aufschub zur Fertigstellung
gibt es nicht.

 

 

 

Staatliche Schulabschlüsse

 

Noten werden in den meisten Waldorfschulen nicht gegeben. Das heißt aber nicht, dass Fehler z.B. in Klassenarbeiten nicht korrigiert werden:
Sie werden nur nicht mit einer dürren Note, sondern mit einer – mal kurzen, mal ausführlichen – Würdigung von Stärken und Schwächen
der Arbeit charakterisiert und besprochen.

Ähnlich sind die Zeugnisse am Schuljahresende: Jetzt fassen die Lehrer die Entwicklung, die sie während des vergangenen Schuljahres beobachten konnten, in ausführlichen Begutachtungen zusammen. Leistungen, Stärken, Schwächen und Möglichkeiten zu eigener Verbesserung werden differenziert ausformuliert. Ein solches Zeugnis umfaßt häufig drei und mehr A4-Textseiten.

Lediglich für die staatlichen Abschlussprüfungen – Hauptschul-, Realschulabschluss und Abitur – werden die üblichen Notenzeugnisse erteilt.

Der Hauptschulabschluss

 

Schüler, die die Schule zwischen der 10. und der 12. Klasse verlassen wollen, können der Hauptschulabschluss am Ende eines Schuljahres erwerben. Die Erziehungsberechtigten teilen zu Beginn des Schuljahres dem Klassenbetreuer schriftlich ihren Wunsch mit, und die Schule beantragt daraufhin beim Staatlichen Schulamt den Hauptschulabschluss.

In der Regel kann auf eigenen Wunsch das Hauptschulabschluss
am Ende der 10. Klasse erworben werden, wenn der/die Schüler/in die
Schule verlassen möchte. Ansonsten geschieht dies am Ende der
11. Klasse auf Anraten des Lehrerkollegiums.

Dazu werden von den Fachlehrern die Beurteilungen des Waldorf-zeugnisses in Noten umgesetzt und dieses Notenzeugnis zusammen mit dem Waldorfschulzeugnis und je einer schriftlichen Klassenarbeit in Deutsch, Englisch und Mathematik aus dem jeweiligen Schuljahr beim Staatlichen Schulamt eingereicht. Dieses stellt die Gleichwertigkeit fest, wenn die Arbeiten und ihre Beurteilung dem Niveau der Hauptschule entsprechen und die Noten das Bestehen der Hauptschulabschluss-prüfung gewährleisten. In Ausnahmefällen können außerdem auch Epochenhefte vorgelegt werden.

Der Realschulabschluss

 

SchülerInnen der Mittleren-Reife-Gruppe, legen im 12. Schuljahr in den Monaten Dezember oder Januar ihre Eurokomprüfung und im Frühjahr/Sommer dieses Schuljahres ihre Realschulprüfung ab.

Allgemeine Hochschulreife (Abitur)

 

Waldorfschulen haben eine eigene Prüfungsordnung, nach der der Abiturient seine Reifeprüfungsnoten ausschließlich in der 13. Klasse erwirbt.

Mit der bestandenen Prüfung haben Waldorfschüler jedoch dieselben Möglichkeiten wie Absolventen anderer gymnasialer Schulen. Sie haben die allgemeine Hochschulreife.

 

Jeder Schüler wird in acht Fächern geprüft (vier schriftliche Prüfungen, zwei mündliche Prüfungen, zwei Hospitationsprüfungen).

 

An unserer Schule sind die vier schriftlichen Fächer:

·       Deutsch

·       Englisch (+ mündliche Kommunikationsprüfung)

·       Mathematik

·       Geschichte

 

Es werden zentrale Baden-Württemberg-Prüfungs-Klausuren bearbeitet.

Alle schriftlichen Fächer werden 11-fach gewertet. Im schriftlichen Bereich muss der Schüler auf insgesamt 220 Punkte kommen, um zu bestehen. Erreicht er diese nicht, kann er sich für zusätzliche mündliche Prüfungen in entsprechenden schriftlichen Fächern melden, um seine Ergebnisse gegebenenfalls zu verbessern.

 

Mündliche Fächer sind:

·       Französisch

·       Biologie

 

Eine mündliche Prüfung bestehen aus einer 20-minütigen Einzelprüfung im Fach Französisch, in Biologie findet eine Präsentationsprüfung statt (ab 2021 wir diese durch eine 20-minütige Einzelprüfung ersetzt).

 

Hospitationsfächer sind:

·       Gemeinschaftskunde

·       Bildende Kunst

 

Bei den Hospitationsfächern werden die Jahresleistungen der Schüler im 13. Schuljahr für die Fachnoten ermittelt (Im Fach Kunst zusätzlich durch eine Präsentation). Der Leistungsstand der Klasse kann dabei vom Regierungspräsidium durch eine Unterrichtshospitation überprüft werden.

 

Die mündlichen Fächer und die Hospitationsfächer zählen vierfach,
es müssen mindestens 80 Punkte erreicht werden.
Kein Fach darf mit 0 Punkten abgeschlossen werden.

Staatliche Schulabschlüsse: